Schwimmen und sonnen in den Ferien – das müssen Sie wissen
In diesem Jahr feiern wir den 70. Geburtstag des Bikinis. Grund genug, um sich ein neues flottes Modell anzuschaffen, ehe wir uns in ein paar Wochen Richtung Süden aufmachen. Egal ob mit oder ohne Träger, Tankini oder oben ohne, mit alles verhüllendem Höschen, String oder nackt, lesen Sie sich vor dem Kauf noch einmal die Kleiderordnung durch. Wie bitte? Kleiderordnung? Jawohl. Denn nicht überall ist alles gestattet!
Badebekleidungsetikette in Europa

Oben ohne oder nicht?
Auch wenn immer mehr Frauen gerne ihren Bikini oder Badeanzug anbehalten, ist oben ohne Sonnen in vielen Ländern erlaubt. An den meisten Stränden Deutschlands, der Niederlanden, Belgiens, Frankreichs, Spaniens, Kroatiens, Bulgariens, Rumäniens, Dänemarks, Norwegens, Schwedens oder Finnlands dürfen Sie topless sonnen, ohne mit einem Bußgeld rechnen zu müssen. In Ländern, wo der Glaube noch eine große Rolle spielt, wie etwa in Spanien und Griechenland, können Sie am besten auf die Suche nach einem Strand gehen, wo dies offiziell erlaubt ist. An Stränden, die dicht am Stadt-/Dorfskern liegen und wo viele Einheimische kommen, ist das Sonnenbaden mit nacktem Oberkörper nicht erwünscht. In Italien greift übrigens eine ganz merkwürdige Regel, wenn es um das Sonnen mit nacktem Oberkörper geht. Frauen dürfen wohl mit bloßer Brust am Strand liegen, aber nicht herumlaufen und schwimmen. Ziehen Sie sich also erst Ihr Oberteil wieder an, wenn Sie ein Eis oder ein Stück Pizza holen wollen.
String oder Slip?
Im Grunde gilt für das Tragen eines Strings grob dasselbe wie für das Sonnenbaden mit nacktem Oberkörper. In der Türkei, an den Stränden in streng gläubigen Regionen, ist man nicht besonders erfreut, wenn man jedem seine Pobacken zeigt. Am Strand von Bloemendaal oder an der spanischen Küste hingegen, können Sie Ihren minimalistischen Kleidungsdrang sorgenfrei ausleben. Hier stört das wirklich niemanden.
Badekappe Pflicht!
Verbringen Sie den Sommer auf einem Campingplatz in Italien? Achten Sie dann darauf, dass Sie wahrscheinlich eine Badekappe aufsetzen müssen. Viele Campingplätze verkaufen diese auch vor Ort. Wir haben sogar schon einmal gesehen, dass es Badekappen zum Ausleihen gab. Da ziehen wir es dann doch vor, die paar Euro in eine eigene Schwimmhaube zu investieren. Sind Sie eine Frau und ärgern Sie sich jetzt darüber? Das müssen Sie nicht, im Gegenteil! Das Tragen einer Badekappe hat nämlich den Vorteil, dass es Ihr Haar gegen die schädlichen Einflüsse von Sonne und Chlor schützt. Zugegeben, man sieht während des Aufenthalts vielleicht nicht mehr so sexy aus, aber dafür ist Ihre Frisur nach dem Urlaub umso schöner.