Mobiles WLAN - Lösung für den Datenstau in den Ferien?

 1. Juli 2016   Judith

In einigen Jahren wird WLAN auf dem Campingplatz so selbstverständlich sein wie Strom und Wasser. Bis dahin müssen wir vorlieb nehmen mit schlechten Signalstärken, hohen Kosten und einer Verbindung, die man mit allen Campingästen teilen muss und die bestimmte Dienste nicht unterstützt. Aber was ist die Alternative?


WLAN-VerstärkerZuerst dachte ich an einen WLAN-Verstärker. Hiermit kann man das schwache WLAN-Signal verstärken und schließlich das verstärkte Signal auf mehreren Geräten gleichzeitig benutzen. Die Idee ist gut, es hapert jedoch noch bei der Umsetzung, denn das Problem der langsamen Verbindung, des Datenstaus und der sonstigen Einschränkungen bleibt bestehen.

Mobiles WLAN für unterwegs

Eigentlich aus einer Not heraus habe ich die noch nicht so bekannte Technik, das sogenannte mobile WLAN getestet. Das Herz dieses System ist ein kleiner Apparat, mit dem man ein lokales WLAN-Netzwerk einrichten kann. In meinem Fall das Huawei Mobile Wifi E5377 an das ich bis zu 10 verschiedene Handys, Tablets oder PCs anschließen kann. Die Internetverbindung wird über eine SIM-Karte gemacht. Diese muss man natürlich vor dem Gebrauch erst aktivieren und Sie müssen ein Abonnement oder Guthaben (Datenpaket) für die Internetnutzung haben. Vorteil dieses Geräts ist, dass Sie es so einstellen können, dass es sich automatisch in ein (kostenloses) WLAN-Netz einwählt, falls vorhanden. Das spart Kosten.

Huawei MiFi E5377



Mobile WLAN-Geräte gibt es in verschiedenen Ausführungen zu kaufen, egal ob im Handel oder online. Außerdem gibt es Anbieter, die die Geräte zur Miete anbieten und alles für Sie regeln und einstellen. Das ist vor allem dann gut, wenn Sie das mobile WLAN nur ein Mal (für den Urlaub) benötigen und nicht sicher sind, ob es Ihnen auch zusagt.

Mein Modell, das Huawei Mobile WiFi E5377 habe ich im Internet bei amazon.de für 108 € gekauft. Dieses Gerät ist sowohl für 3G als auch für 4G geeignet und kann noch dazu 10 Geräte gleichzeitig mit einer mobilen Internetverbindung versorgen. Die angegebenen 6 Stunden Akkulaufzeit habe ich selbst noch nicht testen können, weil bis jetzt überall eine Steckdose oder ein USB-Anschluss in der Nähe war.

Das Gerät misst 10x6 cm und hat einen kleinen Schirm mit Informationen über das Menü. Übrigens, Sie können die meisten Funktionen auch über eine Internetseite oder eine kostenlose App (Huawei Hilink) bedienen. Mit der App kann man ganz einfach und unkompliziert die meisten Einstellungen ändern, wie z.B. den Netzwerknamen (SSID) und das Passwort. Außerdem zeigt die App den Datenverbrauch, den Akkustand und die aktiven Nutzer des Netzwerks an.

Ein Beispiel: Frankreich

In Frankreich kann man in jedem Tabakladen (Tabac) auch Handyguthaben und SIM-Karten kaufen. Darum haben wir im erstbesten Geschäft nach den Möglichkeiten bei Orange (vergleichbar mit Vodafone und T-Mobile), einem Anbieter mit guter Netzdeckung gefragt. “C’est pour tablet/internet?” – “Oui.” Orange unterscheidet zwischen nur Internet und telefonieren/SMS/Internet. Wir hatten die Wahl zwischen einem Guthaben von 1 GO, 14 Tage gültig für 10 €, 3GO, einen Monat gültig für 25 € und 5GO, 6 Monate gültig für 40 €. GO (Gigaoctet) ist der französische Name für GB (Gigabyte). Man bezahlt also 0,8ct-1ct pro MB.

Récharge Prêt-à-surfer


Ich entschied mich für 3GO für €25 und bekam einen Bon mit der Aufschrift “Recharge Prêt-à-surfer/internet mobile” mit dem Orange-Logo darauf. Einziges Problem: ich hatte noch keine französische SIM-Karte. Die musste ich noch dazu kaufen für 9,99€, natürlich auch von Orange. Wie sich später herausstellen sollte, war es die falsche SIM-Karte (nur zum Telefonieren!) und wir konnten erst nach der Hilfe in einem echten Orange-Geschäft und dem Kauf einer neuen SIM-Karte“Pochette Prêt-à-surfer” für 9,99€ endlich ins Internet.

Der 14-stellige Code auf dem Guthabenbon kann nur über ein Handy eingegeben werden. Also, die Karte aus dem mobilen WLAN herausnehmen, in ein Handy einsetzen und über die Telefonnummer auf dem Prêt-à-surfer-Bon aufladen. Anschließend die SIM-Karte wieder zurück in das mobile WLAN-Gerät. Von da an hatten wir ein einwandfrei laufendes WLAN-Netzwerk!

Eine einfachere Möglichkeit (aber nur, wenn Sie der französischen Sprache mächtig sind) ist es, über die Website orange.fr sein Guthaben aufzuladen. Natürlich braucht man hierfür erst die französische SIM-Karte. Achten Sie auch darauf, dass diese meistens bis 12 Monate nach dem letzten Aufladen gültig ist, aber da gibt es auch von Anbieter zu Anbieter Unterschiede. Weiterhin sollte man sich auch über die Online-Bezahlung des Guthabens erkundigen. Ein Tipp: schauen Sie sich dies schon vor dem Urlaub einmal an und simulieren sie die Schritte bis zur Bezahlung.

Und im restlichen Europa?

Jedes Land hat so seine Eigenheiten. Ich habe das mobile WLAN bis jetzt nur in Frankreich und Deutschland testen können. Aber ich bin sicher, dass es auch in anderen Ländern Europas noch sehr viel Möglichkeiten gibt.

Eins ist sicher, das mobile WLAN ist fester Bestandteil unseres Reisegepäcks geworden. Denn wir müssen schließlich auch unsere Arbeit von unterwegs machen können. Schnelles Internet auf mehreren Geräten, immer und überall – das bietet das mobile Wlan.

Zuletzt eine Warnung. Wir merken, dass es durch das mobile WLAN so einfach ist, um auch im Ausland ständig online zu sein und E-Mails, WhatsApps, Facebook-Nachrichten und Tweets zu versenden und zu empfangen, dass das Datenpaket auch schon mal schnell aufgebraucht ist.
Mit WLAN-Codes auf dem Campingplatz kauft man meistens Internetzeit: ein paar Stunden Nutzung innerhalb von ein paar Tagen. Viele Campingplätze bieten auch kostenloses WLAN bei der Rezeption oder im Restaurantbereich an. Das mobile WLAN mit einer Prepaidkarte läuft über Datenverbrauch (Gigabytes). Denken Sie hier also im Vorfeld gut drüber nach…



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