Kochen mit dem Wasserkocher – 7 kleine Tipps

 26. September 2017   Josy

Wer geht nicht gerne in den (Camping-)Urlaub? Und möchte dabei auch lecker warmes Essen genießen? Es ist herrlich, nach einem Tag in der Natur gemütlich im Freien zusammen zu sitzen und zu genießen! Für Camper, die mit der eigenen Ausrüstung kampieren oder keine vollständig eingerichtete Küche in ihrem (Miet-)Caravan haben, gibt es einige Optionen:

a) Einen ein-, zwei- oder besser vierflammigen Gasherd oder Kocher einpacken, oder sich allabendlich in der Gemeinschaftsküche des Platzes einfinden…
b) Jeden Tag Essen gehen – macht das Urlaubsbudget das mit?
c) Oder einfach einen Stellplatz mit einem ausreichend belastbaren Stromanschluss buchen und einen Wasserkocher mitnehmen… und sonst nichts!

Mit dem Wasserkocher können Sie viel mehr machen als Wasser für Tee und Kaffeeaufgüsse zu erhitzen. Mit ein paar Kniffen bereiten Sie Gesundes und Frisches zu – fast genauso einfach wie daheim am E- oder Induktionsherd. Dass in Ihrem (Miet-)Zelt kein Herd ist, ist also ab sofort keine „Ausrede“ mehr… Bitte berücksichtigen Sie dabei die Sicherheitsbestimmungen und die Bedienungsanleitung des Wasserkochers. Schauen Sie auch, ob Ihr Stromanschluss ausreichend belastbar ist. Gegebenenfalls fragen Sie kurz an der Rezeption nach.

Tipp: Falls es nicht erlaubt ist, in Ihrem Kocher etwas anderes als Wasser zu kochen, können Sie auch blanchieren – beziehungsweise „dauerblanchieren“. Dazu legen Sie das Kochgut in einem separaten Topf und halten den Hitzeverlust mit einem Deckel gering. Auch ein Handtuch um den Topf kann vor zu viel Abwärme schützen. Zusätzlich sorgen sie für Temperaturen nah am Siedepunkt, indem sie häufig das leicht abgekühlte Wasser aus dem Topf abgießen und mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher auffüllen. Dann werde die Nudeln zwar meist ziemlich „al dente“. Aber es geht auch!


Wasserkocher mit Pasta


1. Eier
Eier für das leckere Campingfrühstück könnten in den mit Wasser gefüllten Kocher gelegt werden. Bringen Sie das Wasser zum Kochen und lassen Sie die Eier darin liegen, wenn das Gerät abgeschaltet hat. Die Temperaturen von 80 bis 90 Grad reichen aus, damit die Eier nach rund drei Minuten weichgekocht sind. Wer sie lieber hart mag, lässt sie gute fünf Minuten im Wasserkocher liegen. Dann Wasser abgießen, Stecker ziehen und die heißen Eier vorsichtig herausnehmen und mit kaltem Wasser abschrecken. Ihre Familie mag lieber Spiegeleier? Dann hilft nur die dank der Sonne heiße Motorhaube Ihres PKWs…

2. Pasta
In manchen Wasserkochern können Sie sogar Pasta kochen – zum Beispiel in den Modellen, die unten keine Heizspirale, sondern eine Heizplatte haben. Gäste, die das vorhaben, nehmen etwa 100 Gramm Pasta pro Liter Wasser. Wenn das Wasser kocht und der Thermostat automatisch abschaltet, werden die Nudeln noch 6 bis 10 Minuten darin gelassen (je nach Größe, Dicke und den Angaben auf der Packung). Salz, Olivenöl oder andere Zusätze zum Kochwasser sollten am besten erst auf dem Teller hinzugegeben werden. So schonen Sie das Innere des Wasserkochers und vermeiden Verunreinigungen.

3. Gemüse
Pasta kochen zu können, ist schon mal die halbe (kulinarische) Miete – nicht nur für die Kinder oder im Italien-Urlaub. Dazu soll es aber vielleicht auch etwas Gesundes geben. Insbesondere Gemüsesorten, die kurze Garzeiten haben, können im Wasserkocher gekocht werden. Dazu zählen Karotten, Kohlrabi und vorgekochte (oder alternativ ganz klein und schmal geschnittene) Kartoffeln.

4. Couscous
Couscous kann in einer separaten Schüssel mit heißem Wasser übergossen werden. Lassen Sie das Ganze ordentlich quellen, fügen noch frisches Gemüse oder Salat hinzu – und fertig ist das leichte, mediterrane Campingmenü!

5. Instantmahlzeiten
Das ist zwar nicht so schön wie selbst gekocht. Aber es schmeckt manchmal auch: “Fünf-Minuten-Terrine” und ähnliche Fertigeintöpfe und Suppen, die einfach mit heißem Wasser aufgegossen werden. Gut geeignet auch für die, die lieber nichts anderes als H2O in den Wasserkocher füllen möchten… Ebenso einfach: Die gute alte Dose Ravioli und andere Konservengerichte… Sie kann im Wasserbad erwärmt werden (bitte vorher öffnen, damit man sich beim späteren Öffnen nicht die Finger verbrennt oder heiße Sauce durch Überdruck herausspritzt).

6. Gefriergetrocknete Mahlzeiten
Das hat ein bisschen was von Astronautenverpflegung in der Raumstation. Aber manche Extrem- und Outdoor-Sportler schwören drauf – eine komplette Mahlzeit in einem kleinen, gefriergetrockneten Paket. Oft braucht nur heißes Wasser in den Beutel gefüllt werden. Nach rund zehn Minuten verwandelt sich das Pülverchen dann in würziges Chili con Carne oder Curryhuhn…

7. Mahlzeiten aufwärmen
Das macht besonders bei Camping-Wochenenden und kurzen Aufenthalten Sinn: Einfach Ihr Lieblingsgericht vorkochen und in einem hitzebeständigen, oben geöffneten Behältnis im Wasserbad aufwärmen. Falls Sie keinen Topf dabeihaben, und sich der Wasserkocher nicht als Wasserbad eignet: Dann kann notfalls das vorgekochte Gulasch oder ähnliches auch mit ein wenig heißem Wasser übergossen werden. Die Sauce wird dann zwar etwas dünner. Aber das Abendessen ist wenigstens etwas warm…

Grundsätzlich gilt: Bitte niemals geschlossene Behälter in einen Topf mit heißem Wasser oder im Kocher selbst erwärmen. Kunststoffbehälter oder Gerichte in Folien platzen auf, und Gläser können explosionsartig zersplittern. Das kann buchstäblich ins Auge gehen! Gerade nach einem abenteuerlichen und ausgelassenen Campingtag beachtet man an diese grundlegenden Dinge vielleicht nicht so wie zuhause. Insbesondere, wenn schon das ein oder andere Bier oder Weinchen geköpft wurde…

Aber Sie kriegen das bestimmt hin! Viel Spaß beim Experimentieren und beim leckeren und einfachen Kochen auf dem Campingplatz!




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